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Autor: Elias Sorg und Hannes Deuerling

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Meta AI in WhatsApp: Warum die EU ein Kartellverfahren prüft

Warum die EU Meta überprüft

Seit März 2025 ist in WhatsApp der KI-Assistent „Meta AI“ direkt und sichtbar in die App integriert. Nutzerinnen und Nutzer sehen die Funktion standardmäßig in der Oberfläche und können sie sofort verwenden – ohne sie aktiv freigeben zu müssen.

Die Europäische Kommission sieht darin mehr als nur ein neues Feature. Sie bereitet ein formales Kartellverfahren vor. Der Verdacht: Meta könnte seine marktbeherrschende Stellung missbrauchen, um den Wettbewerb im KI-Bereich zu verzerren.

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Was genau sucht die Kommission?

Im Zentrum der Vorprüfung steht die Frage, ob Meta seine Plattformposition nutzt, um eigene KI-Dienste unzulässig zu bevorzugen.

Konkret geht es darum:

  • Können Wettbewerber realistisch eigene KI-Assistenten in WhatsApp integrieren?

  • Wird das Nutzerverhalten durch die standardmäßige Sichtbarkeit beeinflusst?

  • Bleibt Meta AI faktisch alternativlos?

Diese Untersuchung läuft nicht über den Digital Markets Act, sondern über das klassische europäische Wettbewerbsrecht. Parallel dazu prüft auch die italienische Wettbewerbsbehörde, ob durch die Integration von Meta AI eine marktverzerrende Kopplung entsteht.

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Warum geht dieser Fall weit über WhatsApp hinaus?

Die Bedeutung dieses Falls liegt nicht nur in der App selbst,  sondern in dem Prinzip.

Erstmals stellen Regulierungsbehörden klar: KI ist kein Zusatzfeature, sondern ein potenzieller Wettbewerbsvorteil mit struktureller Wirkung.

Das verändert die Perspektive:

  • Plattformanbieter müssen begründen, wie sie KI-Funktionen integrieren

  • Es braucht echte Wahlfreiheit statt vorgegebener Nutzung

  • Transparenz, Fairness und Governance werden zu Wettbewerbskriterien

Sollte es zu einem Verfahren kommen, könnte der Fall zum Präzedenzfall für alle Plattformen werden, die KI tief in ihre Produkte einbauen.

Was Unternehmen jetzt mitnehmen sollten

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Auch wenn die Entscheidung über ein offizielles Verfahren noch aussteht, ist die Richtung klar.

Plattformübergreifende Integration von KI ist kein rechtsfreier Raum. Unternehmen, die eigene KI-Funktionen in bestehende Produkte einbinden, sollten folgende Punkte kritisch prüfen:

  • Wie sichtbar ist KI in der Nutzererfahrung?

  • Welche Alternativen werden angeboten – technisch und inhaltlich?

  • Sind die Funktionen freiwillig, nachvollziehbar und steuerbar?

  • Wird der Markt fair gestaltet – oder entsteht ein geschlossener Kosmos?

💼 Wer KI tief integriert, übernimmt auch strukturelle Verantwortung. Fairness, Transparenz und Governance sind kein Risiko – sie sind Voraussetzung für Vertrauen und langfristigen Erfolg.

Wir sind ISO zertifiziert

Wir freuen uns sehr, dass K11 ab sofort offiziell nach ISO 27001 zertifiziert ist. Diese internationale Norm für Informationssicherheitsmanagement zeigt, dass unsere internen Strukturen höchsten Anforderungen an Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität entsprechen.

Möchten Sie auch Ihre Organisation zertifizieren lassen? Wir begleiten Sie – professionell, effizient und kostengünstig. Von der ersten Gap-Analyse bis zur erfolgreichen Auditvorbereitung bieten wir Ihnen einen klaren, strukturierten Weg zur Zertifizierungsreife.

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Buchveröffentlichung:

KI-Regulatorik leicht gemacht / Deicke /Heynike / Deuerling

Duncker & Humblot / ISBN 978-3-87440-408-2