KI 360°-Beauftragter: Von EU AI Act bis KI-Strategie

Vom EU AI Act zur wirksamen KI-Strategie

KI-Beauftragter mit Rundumblick – Von der Pflicht zur Wirkung

KI braucht eine Stelle, die den Überblick behält

Künstliche Intelligenz ist in vielen Unternehmen längst angekommen. Im Vertrieb formuliert sie Texte, in der IT unterstützt sie Prozesse und im Personalbereich wird geprüft, wo sie Arbeit erleichtern könnte.

Was dabei häufig noch fehlt, ist nicht das nächste Tool.

Es ist eine Stelle, die den Überblick behält.

Welche KI-Systeme werden eingesetzt? Welche Risiken entstehen? Wer darf neue Anwendungen freigeben? Wie wird KI-Kompetenz nachgewiesen? Und wie wird aus einzelnen Experimenten eine sinnvolle Strategie?

Genau hier setzt der neue KI 360°-Beauftragte an – eine gemeinsame Initiative von K11 Consulting, AVIZO und launchlabs.


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Der KI-Beauftragte verbindet, was sonst nebeneinanderliegt

Der EU AI Act schreibt die Bezeichnung „KI-Beauftragter“ oder „AI Officer“ nicht pauschal als Pflichtrolle für jedes Unternehmen vor. Die Aufgaben, die hinter dieser Rolle stehen, sind dennoch sehr real.

Unternehmen müssen unter anderem sicherstellen, dass ihre Mitarbeitenden über angemessene KI-Kompetenz verfügen. Je nach eingesetztem System kommen Anforderungen an Transparenz, Risikobewertung, Dokumentation, menschliche Aufsicht und interne Prozesse hinzu.

Dafür braucht es klare Zuständigkeiten.

Ein KI-Beauftragter kann diese Aufgaben koordinieren und die Verbindung zwischen Geschäftsführung, IT, Datenschutz, Informationssicherheit und Fachbereichen herstellen. Er führt ein KI-Inventar, unterstützt bei der Einordnung von Systemen, organisiert Schulungen und behält neue regulatorische Entwicklungen im Blick.

Oder etwas weniger feierlich: Er sorgt dafür, dass KI nicht gleichzeitig überall und nirgends zuständig ist.

Warum ein 360°-Ansatz?

Viele Unternehmen betrachten KI zunächst aus einer einzelnen Perspektive.

  • Die Rechtsabteilung fragt nach dem EU AI Act.
  • Die IT fragt nach Sicherheit und Integration.
  • Die Geschäftsführung fragt nach Wirtschaftlichkeit.
  • Die Fachabteilung möchte endlich anfangen.

Alle Fragen sind berechtigt. Nur ergeben sie getrennt noch keine gute KI-Governance.

Der KI-360°-Ansatz verbindet deshalb vier Bereiche:

KI-Regulatorik und Compliance

K11 unterstützt bei der Einordnung nach dem EU AI Act, beim Aufbau eines KI-Inventars, bei Risikoklassifizierungen sowie bei Schulungs-, Dokumentations- und Nachweispflichten.

KI-Framework und Governance

Aus einzelnen Anforderungen wird ein funktionierendes Managementsystem: mit Rollen, Richtlinien, Freigabeprozessen und Strukturen, die sich an Standards wie ISO/IEC 42001 und dem NIST AI Risk Management Framework orientieren können.

KI-Strategie und Leadership

KI-Transformation ist auch Führungsaufgabe. Unternehmen müssen entscheiden, wo KI eingesetzt werden soll, welche Risiken akzeptabel sind und wie Mitarbeitende durch den Wandel geführt werden. Diese Perspektive bringt AVIZO in das Netzwerk ein.

KI-Innovation und Use Cases

Compliance beantwortet die Frage, was erlaubt und organisatorisch beherrschbar ist. Sie beantwortet noch nicht, welche Anwendung sich wirtschaftlich lohnt. launchlabs unterstützt deshalb bei der Entwicklung, Priorisierung und Erprobung konkreter KI-Use-Cases.

So entsteht kein weiterer Richtlinienordner, der sehr ordentlich aussieht und nur selten geöffnet wird. Es entsteht ein Weg von der regulatorischen Pflicht bis zur tatsächlichen Wirkung.

Was Unternehmen konkret davon haben

Der Nutzen einer solchen Zusammenarbeit liegt nicht darin, möglichst viele Disziplinen nebeneinanderzustellen. Er liegt darin, sie miteinander zu verbinden.

Der gemeinsame Prozess beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme: Wo wird KI bereits genutzt – offiziell, in Pilotprojekten oder still und freundlich in einzelnen Browser-Tabs?

Darauf folgen die Einordnung der Systeme, die Bewertung möglicher Risiken und die Festlegung von Verantwortlichkeiten. Anschließend können Richtlinien, Freigabeprozesse, Schulungen und Dokumentationen aufgebaut werden.

Im laufenden Betrieb müssen neue Tools, geänderte Zwecke und regulatorische Entwicklungen beobachtet werden. Gleichzeitig sollte regelmäßig geprüft werden, welche Anwendungen tatsächlich einen Mehrwert schaffen.

Für Kunden bedeutet das:

  • ein zentraler Ansprechpartner für KI-Governance,
  • klare Rollen und nachvollziehbare Prozesse,
  • dokumentierte KI-Kompetenz,
  • ein strukturierter Umgang mit neuen Anwendungen,
  • und bei Bedarf der direkte Zugang zu Strategie- und Innovationskompetenz.

Nicht jedes Unternehmen benötigt sofort den vollständigen 360°-Ansatz. Aber jedes Unternehmen sollte wissen, an welcher Stelle es steht und welcher nächste Schritt sinnvoll ist.

Warum eine externe Rolle sinnvoll sein kann

Ein KI-Beauftragter kann intern aufgebaut oder extern eingebunden werden.

Eine externe Lösung bietet sich insbesondere an, wenn intern noch keine geeignete Rolle vorhanden ist, Ressourcen fehlen oder verschiedene Fachgebiete zusammengeführt werden müssen. Unternehmen erhalten so schneller Zugang zu erprobten Strukturen, Richtlinien und Schulungsformaten.

Die Verantwortung des Unternehmens wird dadurch nicht ausgelagert. Die Geschäftsführung bleibt verantwortlich für die Organisation und den Einsatz von KI.

Aber Verantwortung lässt sich besser wahrnehmen, wenn jemand Informationen bündelt, Entscheidungen vorbereitet und darauf achtet, dass aus guten Vorsätzen belastbare Prozesse werden.

Die Rolle von K11 im Netzwerk

K11 übernimmt innerhalb des KI-360°-Netzwerks den Schwerpunkt KI-Regulatorik und KI-Framework.

Dazu gehören die Einordnung von KI-Systemen nach dem EU AI Act, der Aufbau von Governance-Strukturen, KI-Richtlinien, Kompetenznachweise und die Vorbereitung auf Managementsysteme wie ISO/IEC 42001.

Gemeinsam mit AVIZO und launchlabs wird diese Perspektive um Führung, Strategie, Innovation und die Entwicklung konkreter Use Cases ergänzt.

Drei Unternehmen, vier Disziplinen und eine gemeinsame Aufgabe: KI nicht nur abzusichern, sondern sinnvoll zu gestalten.

Conclusion

Der EU AI Act macht KI-Governance zu einer konkreten Unternehmensaufgabe. Doch Compliance allein reicht nicht aus, wenn KI gleichzeitig wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden soll.

Der KI-360°-Beauftragte verbindet deshalb Absicherung, Befähigung und Gestaltung.

Unternehmen erhalten eine verantwortliche Stelle, einen strukturierten Weg und Zugriff auf unterschiedliche Fachperspektiven – ohne für jede neue Frage ein neues Projekt beginnen zu müssen.

Denn KI braucht Regeln.

Aber sie braucht ebenso Führung, gute Ideen und Menschen, die daraus etwas Brauchbares machen.

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