Ab Anfang 2026 verlangt Südkorea eine verbindliche Kennzeichnung für Werbung, die durch künstliche Intelligenz erzeugt wurde. Ob Bild, Text oder Video – wenn Inhalte vollständig oder teilweise KI-generiert sind, müssen sie für Nutzerinnen und Nutzer eindeutig als solche gekennzeichnet werden.
Die Regelung betrifft klassische Onlineanzeigen ebenso wie Social-Media-Formate. Plattformanbieter werden zusätzlich verpflichtet, technische Prüfmechanismen einzuführen, um die Einhaltung sicherzustellen. Bei Verstößen drohen Sanktionen.
Das Ziel ist klar:
Verbraucherschutz, Transparenz und die Eindämmung manipulativer Inhalte stehen im Zentrum der Initiative.
ACT NOW!
Appoint AI Officer
Die südkoreanische Regelung ist kein Zufall – sie ist ein direktes Echo auf Entwicklungen in der Europäischen Union.
Mit Artikel 50 des AI Act hat Europa verbindlich geregelt, dass KI-generierte Inhalte – insbesondere wenn sie potenziell täuschend oder irreführend sind – klar gekennzeichnet werden müssen. Der Digital Services Act flankiert diese Regelung mit zusätzlichen Plattformpflichten.
In Deutschland gilt diese Pflicht bereits heute.
Unternehmen müssen sicherstellen, dass:
KI-generierte Inhalte eindeutig als solche erkennbar sind
Nutzerinnen und Nutzer jederzeit wissen, ob sie mit generierter Werbung interagieren
Bildmaterial, synthetische Stimmen, generierte Videos oder Texte entsprechend deklariert werden
Plattformen wirksame Kontrollprozesse etablieren
Südkorea folgt damit einer klaren europäischen Linie – und verleiht ihr globale Reichweite.
AI generated content
Die Entscheidung aus Seoul zeigt: Transparenz in der KI-Kommunikation ist kein regionales Thema mehr. Sie wird zum globalen Standard.
Für Unternehmen heißt das:
Die Zeit der Unverbindlichkeit ist vorbei: Wer KI in der Werbung nutzt, muss das systematisch offenlegen
Globale Marken müssen multilokal handeln: In Südkorea wie in der EU gelten ähnliche Anforderungen – auch bei unterschiedlichen Formulierungen
Verantwortungsvolle Kommunikation wird zur Haltung: Offenheit gegenüber Verbraucherinnen und Stakeholdern ist kein Reputationsrisiko, sondern ein Wettbewerbsvorteil
Die Pflicht zur Kennzeichnung ist mehr als ein rechtliches Detail – sie ist Ausdruck einer neuen Erwartung an Glaubwürdigkeit.
AI generated content
Für Marketingverantwortliche und Kommunikationsabteilungen stellt sich nicht die Frage, ob KI eingesetzt wird – sondern wie transparent und regelkonform das geschieht.
Unser Rat:
Überprüfen Sie alle KI-basierten Kampagnen und Tools: Welche Inhalte entstehen automatisiert? Wo besteht Kennzeichnungspflicht?
Etablieren Sie interne Prozesse und Verantwortlichkeiten: Machen Sie Kennzeichnung zur festen Komponente Ihrer Produktions- und Freigabeketten
Setzen Sie auf durchdachte Governance statt Ad-hoc-Lösungen: Wir helfen beim Aufbau nachhaltiger Strukturen, die in allen Jurisdiktionen funktionieren
Nutzen Sie Transparenz als Markenversprechen: Unternehmen, die offen mit KI umgehen, schaffen Vertrauen – bei Kundinnen, Mitarbeitenden und Regulierern
💼 K11 Consulting steht für strategische Klarheit statt Compliance-Chaos
Ob Audit, Richtlinie oder Schulung, wir helfen Ihnen, KI-Kommunikation sichtbar, verantwortungsvoll und rechtssicher zu gestalten.
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K11 Highlights
K11 x top.legal Kooperation
Wir freuen uns, top.legal als neuen Kooperationspartner an unserer Seite zu begrüßen.
Das Legal-Tech-Unternehmen ist die erste Contract-Plattform in Europa, die nach der neuen ISO 42001 für Künstliche Intelligenz zertifiziert wurde.
Buchveröffentlichung:
KI-Regulatorik leicht gemacht / Deicke /Heynike / Deuerling
Duncker & Humblot / ISBN 978-3-87440-408-2